Zuhause im Postoffice

Patricks-Karten-9407 Das erste Mal auf unserer Reise, dass wir bewußt ein Postamt sehen, ist bei der Einreise nach Tansania. Ausschau gehalten hatten wir seit Khartoum, da wir die ehrenvolle Aufgabe übernahmen Patricks Karten noch einzuwerfen. Über die Frage gegenüber Postfau Ukende (Kiswaheli Name für „Grace“) ob wir ein Foto für Patrick machen könnten, kommen wir ins Gespräch.

 


Ukende-zu-haus-9417Ukende spricht ganz passabel Englisch, sie war auch schon im Ausland, sogar schonmal in Deutschland – wenn auch nur krankheitsbedingt. Kurzerhand schließt sie das Postamt an der Grenze zwischen Kenia und Tansania zu und lädt uns zu ihr nach Hause ein. Dazu muß man sagen: sie wohnt ungefähr 23 Sekunden Fußweg von ihrer Arbeitsstelle entfernt. Das frühere Postoffice -gleich hintendran- wurde zum Wohnraum umfunktioniert – und ist recht gemütlich. Unsere Gastgeberin tischt Mango und Orange auf – wir sitzen, schlemmen und quatschen.

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Nmanga-Post-Office-9447Eine wirklich nette Begegnung – sie freut sich sichtlich über diese Gelegenheit zum Austausch. Von ihrem Mann hat sie sich scheiden lassen – der ist Muslim, sie Christin. Als bei ihm die Hochzeit mit einer weiteren Frau anstand, ließ Ukende sich scheiden. Seither musste sie sich -auch finanziell- vollständig allein um ihre drei gemeinsamen Kinder kümmern. Abgesichert sind solche Fälle in Tansania nur theoretisch. Aus dem gröbsten ist die lebenslustige Ukende aber doch raus, ihre älteste Tochter Nema ist mittlerweile Lehrerin und wird noch dieses Jahr heiraten – einen Kenianer. Sarah, Tochter Nummer zwei, geht aufs College und ihr jüngster geht noch zur Schule – und spielt gern Fußball. Oha – damit hatten wir den Ansatzpunkt für ein besonderes Dankeschön – zum Abschied verschenkten wir ein Trikot aus Taufkirchen – mit besten Grüßen an Immanuel!

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